Blog zu Essen und Trinken - Tipps vom Chefkoch - Kochen - Rezepte, Essen und Trinken wie beim Chefkoch

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Weingläser – im Luxusbereich

Kochen - Rezepte, Essen und Trinken wie beim Chefkoch
Liebe Glasfutterer,
natürlich gibt es auch bei Weingläsern einen Luxusbereich. Die folgenden Gläser sind alle teuer, aber eben sehr gut. Könnt ihr euch übrigens ansatzweise meinen Ärger vorstellen, wenn beim Abwasch mal wieder eines dieser teuren Glaskunstwerke zerbricht? Dies möglichst nachts gegen 3 Uhr beim Aufräumen, wenn die Gäste gerade weg sind...  Daher benutzen wir die Gläser nur bei ganz besonderen Weinen, die wir einfach nur genießen wollen. Die „Sommeliers-Serie“ der österreichischen Glasmanufaktur Riedel (Kufstein) treibt die Vielfalt der Gläser auf die Spitze. Für (fast) jedes Getränk wurde ein eigenes Glas entwickelt, stets handwerklich perfekt mundgeblasen. Allein für die Weine / Schaumweine gibt es 20 verschiedene Gläser. Man hat versucht, die geschmacklichen Charakteristika der einzelnen Rebsorten durch verschiedenste Glasformen optimal zur Geltung zu bringen. Alles Marketing? Nein. Ich habe zwei „Glasproben“ bei der Fa. Riedel mitgemacht. Trotz meiner großen Skepsis muss ich zugeben, dass derselbe Wein aus dem für ihn entworfenen Glas am besten schmeckt. Und das wurde nicht bei einem Wein, sondern bei einer Vielzahl unterschiedlichster Weine demonstriert. Seitdem bin ich überzeugt. Ob man aber gewillt ist, sich so viele (verschiedene) Gläser zu diesen Preisen anzuschaffen, kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Meine liebste Frau hat mir einige geschenkt, aber bei weitem nicht alle Glassorten! Nämlich nur genau die für unsere gemeinsamen Lieblingsweine. Ein zweites Luxusglas stammt von der Glasmanufaktur Zalto. Hier bin ich total von der Glasserie „Denk´Art“ begeistert. Sie wurde maßgeblich von dem Weinpapst Pfarrer Denk entwickelt. Handwerklich perfekt mundgeblasen. Sehr elegante, aber  zweckgerichtete Form, Verzicht auf Bleioxid, resistent gegen Trübung, spülmaschinenfest, extrem dünnwandiges Glas, das sich bei festerer Berührung zu verformen scheint, sehr angenehmes Mundgefühl und verhältnismäßig unempfindlich gegen Bruch. Daher werden diese Gläser trotz des Preises auch gern in der Spitzengastronomie eingesetzt. Wir kommen zuhause seit Jahren prima mit drei verschiedenen Gläsern aus (Bordeaux, Weißwein und Universal). Und mir sind die Zalto-Gläser ganz besonders sympathisch, weil ich auch nachts gegen 3h (vielleicht) ein wenig angetrunken auf Wunsch meiner Frau die Weingläser abwaschen kann, ohne gleich das Zerbrechen mehrerer Gläser befürchten zu müssen (Spülmaschine benutze ich nicht für hochwertige Gläser und Messer). Bis dato gings noch immer gut, aber wahrscheinlich auch nur, weil ein Degustationsglas mit einem Rotwein von Brancaia neben der Spüle stand...
Euer Norbert   

Foto Klaus Rupp



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